Fußball bei Familie Bednarek in die Wiege gelegt

Fußball ist unser Leben hieß einst ein Lied der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. So könnte auch das Motto der Familie Bednarek lauten. Wenn die Brüder Marco und Mike sowie ihr Vater Reimund gemeinsam am Wohnzimmertisch sitzen, sprudeln die Erinnerungen an Spiele, Tore und weitere Gegebenheiten nur so heraus.

 

Story Bednarek

Der Fußball wurde Mike (26) und Marco (25) quasi in die Wiege gelegt. Vater Reimund (53) kickte ab 1988 beim SuS Merklinde in der ersten Mannschaft. "Die beiden waren von Anfang auf dem Sportplatz dabei, zunächst natürlich noch im Kinderwagen", erinnert sich Reimund Bednarek, "unsere Zuschauer kannten meine Familie, und wenn wir den Platz betraten, hieß es immer: ‚Ach, da kommen sie ja wieder alle‘".

So war es nur logisch, dass Mike im Alter von fünf Jahren und Marco als Dreijähriger ebenfalls beim SuS Merklinde angemeldet wurden. Doch nur wenig später folgte der Wechsel zur SG Castrop. "Die SG spielte damals ja noch in der Erin-Kampfbahn, das war für uns einfach näher", so Reimund Bednarek. Damit begann die Torejagd. Die Brüder eiferten ihrem Vater nach, der als Stürmer für Merklinde auflief.

"Damals habe ich echt viele Tore gemacht", erinnert sich Marco, der heute als Verteidiger für die SG Castrop II (Kreisliga B) eher dafür zuständig ist, Treffer zu verhindern. In der F-Jugend spornten sich Mike (F1) und Marco (F2) gegenseitig mit einem Tor-Wettbewerb an. Vater Reimund kann sich sogar noch an Zahlen erinnern. "Marco hatte in der Saison 28 Tore gemacht, Mike sogar über 40", sagt er. Reimund Bednarek muss es wissen, schließlich war er fast bei jedem Spiel seiner Söhne dabei. "Das war manchmal gar nicht so einfach, aber die Spielzeiten der beiden haben sich nie überschnitten."

Das Wochenende bestand bei der Familie Bednarek quasi nur aus dem Fußball.Denn Vater Reimund spielte ja auch noch selbst für den SuS Merklinde, allerdings seit dem Jahr 2000 nicht mehr in der "Ersten", sondern bei den Altherren. Doch in den letzten Monaten hat sich einiges geändert. Reimund Bednarek konnte aufgrund einer Meniskus-Operation in diesem Jahr noch kein Spiel für die Altherren bestreiten. Mike hat seine Fußballschuhe sogar ganz an den Nagel gehängt. "Aus beruflichen Gründen musste ich leider aufhören", sagt der 26-jährige Polizist. Einzig Marco blieb ohne Unterbrechung am Ball. Bereits seit über 21 Jahren läuft er für die SG Castrop auf.

Der Fußball steht nicht mehr so sehr im Mittelpunkt. Doch wenn die drei Bednareks zusammen sitzen und über den Fußball sprechen, kommen die zahlreichen Erinnerungen ganz schnell wieder hoch.

Quelle: Westfälische Rundschau